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Über Sir Alec Guinness

Name: Alec Guinness de Cuffe
Geburtsdatum: 2. April 1915
Geburtsort: Marylebone, England
Gestorben: 5. August 2000
Größe: 1,78 m
Augenfarbe: Grün
Haarfarbe: Grau
Alec Guinness Porträt

Die frühen Jahre

Sir Alec Guinness wuchs in ärmlichen Verhältnissen in London auf. Guinness, der später durch seine chamäleonhafte Wandlungsfähigkeit berühmt wurde, erklärte dazu in seiner Autobiographie: "Ich wurde im Chaos geboren und versank darin für Jahre: Bis zum Alter von 14 hatte ich drei verschiedene Namen und lebte in ungefähr 30 verschiedenen Hotels". Guinness arbeitete bei einer Werbeagentur und erhielt ein Schauspielstipendium. 1934 debütierte er am Theater. Zwei Jahre später war er bereits Ensemblemitglied beim legendären Old Vic, wo er mit den größten britischen Theater-Stars - Sir Laurence Olivier, Sir John Gielgud und Sir Ralph Richardson - auf der Bühne stand.

Erste Filmerfolge

1946 spielte Guinness seine erste Filmrolle in "Große Erwartungen" / "Geheimnisvolle Erbschaft". Regie führte Sir David Lean, mit dem er jahrzehntelang zusammenarbeitete. Lean war auch sein Regisseur bei der berühmten Dickens-Verfilmung "Oliver Twist", in der Guinness die Rolle des Juden Fagin spielte. Seine Konzeption des Charakters wurde später kritisiert, weil sie antisemitische Klischees gefördert habe. 1949 gelang Guinness mit einer bravourösen Performance in "Adel verpflichtet" der Durchbruch. In dieser klassischen Komödie porträtierte er in acht Rollen die exzentrischen Mitglieder eines britischen Clans, die im Zuge einer Erbschaftsaffäre ermordet wurden. Bis Mitte der 50er Jahre etablierte sich Guinness als der wichtigste Komödiant des britischen Kinos und ist der prägende Darsteller in den erfolgreichen Komödien der Ealing-Studios ("Der Mann im weißen Anzug", "Ladykillers"). In Hollywood stand er an der Seite von Grace Kelly ("Der Schwan") vor der Kamera.

Zusammen mit seiner Frau konvertierte er zum Katholizismus. Guinness war zeitlebens tief gläubig. Mehrmals pilgerte er nach Rom und nahm an Papst-Audienzen teil. Stark prägte ihn Gilbert Keith Chesterton, dessen Detektiv-Figur, Father Brown, er in "Die seltsamen Wege des Pater Brown" verkörperte.

Der Charakter-Star

1957 spielte er in David Leans epischem Kriegsfilm "Die Brücke am Kwai" die Rolle des prinzipientreuen Colonel Nicholson in japanischer Kriegsgefangenschaft. Der weltweite Erfolg des Films machte Guinness zu einem der führenden Charakterdarsteller des internationalen Kinos; er erhielt den Oscar als bester Hauptdarsteller. 1959 wurde Guinness in den Adelsstand erhoben. Er spielte in der Graham-Greene-Verfilmung "Unser Mann in Havanna" (1959) einen britischen Agenten und im Monumentalfilm "Der Untergang des Römischen Reiches" (1964) den römischen Kaiser Marcus Aurelius. In David Leans Klassiker "Lawrence von Arabien" (1962) brillierte er in der tiefgründig angelegten Rolle des Fürst Faisal. 1965 trat er für Lean im Welterfolg "Doktor Schiwago" als kommunistischer General auf.

Ab Mitte der 60er Jahre wurden Guinness' Rollen und Filme zunehmend weniger attraktiv. Hauptrollen gingen an die britischen Charakter-Stars der nächsten Generation (wie Richard Burton oder Peter O'Toole), während Guinness zunehmend in Nebenrollen oder in Fernsehfilmen auftrat. Wichtige Parts spielte er in "Cromwell" (1970; als König Charles I.) und in "Hitler: Die letzten zehn Tage" (1973; als Adolf Hitler). Nachdem er 1976 als blinder Butler in der Krimi-Komödie "Eine Leiche zum Dessert" zu sehen war, gelang ihm mit 63 Jahren ein spektakuläres Comeback. George Lucas verpflichtete ihn für sein Weltraummärchen "Krieg der Sterne" (1977). Guinness, bärtig und mit Kapuze, spielte Obi-Wan Kenobi, den weisen Lehrmeister des jungen Helden Luke Skywalker, und verlieh der Rolle eine machtvolle, mythische Ausstrahlung. Der gigantische Erfolg des Films machte den Charakterdarsteller bei einem jungen Publikum bekannt und sanierte seine Finanzen (er erhielt nur 150.000 Pfund Gage, aber 2 % der Produzentengewinne). Guinness selbst hielt den Rummel, der daraufhin um seine Person oder vielmehr um seine Personifikation Kenobis entstand, für störend, zumal er, wie schon bei "Die Brücke am Kwai", für eine Darstellung gefeiert wurde, die er selbst nicht für eine seiner besten Leistungen hielt. Guinness trat zwar aus Dankbarkeit gegenüber dem großzügigen George Lucas in den beiden Sequels "Das Imperium schlägt zurück" und "Die Rückkehr der Jedi-Ritter" auf, wies aber jede weitere Identifikation mit der von Spezialeffekten dominierten Märchensaga zurück.

Die letzten Jahre

1979, mit 65 Jahren, spielte Sir Alec Guinness für das britische Fernsehen eine seiner populärsten Rollen: den verrenteten Meisterspion George Smiley, der in "Dame, König, As, Spion" einen Maulwurf im britischen Geheimdienst enttarnte. Er nahm die Rolle in "Smiley's People" (dt. "Agent in eigener Sache", 1982) wieder auf. Sein Bewunderer Dustin Hoffman überreichte ihm 1979 den Oscar für sein Lebenswerk. 1980 gelang ihm in der Klassiker-Verfilmung "Der kleine Lord" die wohl definitive Interpretation des hartherzigen Earl of Dorincourt. In der kuriosen Rolle des indischen Professors Godbole trat er nach vier Jahrzehnten zum letzten Mal für David Lean vor die Kamera ("Reise nach Indien", 1985). Ab Ende der 80er Jahre war Guinness nur noch sporadisch im Kino zu sehen. In Steven Soderberghs "Kafka" (1991) spielte er die Rolle eines undurchsichtigen Bürochefs. Nach längerer Krebskrankheit starb Sir Alec Guinness am 5. August 2000 im Alter von 86 Jahren.

Der Schauspieler Guinness

Der äußerlich unscheinbare Guinness war weder für Liebhaber- noch für Heldenrollen geeignet. Doch er gestaltete seine Charaktere mit größter Meisterschaft und Präzision und schuf Meilensteine der Schauspielkunst. Als junger Komödiant entwickelte er einen subtil-britischen Humor und überzeugte das Publikum durch chamäleonhafte Wandlungsfähigkeit er wurde "Der Sir mit den tausend Gesichtern" genannt). Nachdem er in mittleren Jahren ins Charakterfach gewechselt war, stellte er oft charismatische Autoritätsfiguren wie Fürst Feisal oder Obi-Wan Kenobi dar, die von einer Aura cooler, überlegener Intelligenz umgeben waren. Die Rolle des George Smiley spielte er so weit herunter, dass er erklärte: "Wahrscheinlich hab ich's vermasselt." Letzteres war nicht der Fall, stattdessen gelang es ihm einmal mehr, hinter den scheinbar unbewegten Gesichtszügen eines Charakters eine bemerkenswerte Gefühls- und Bedeutungstiefe aufscheinen zu lassen. Sir Alec Guinness, der privat ein zurückgezogenes Leben führte und jahrzehntelang skandalfrei verheiratet war, ist einer der maßgeblichen Darsteller der Filmgeschichte.

Text von: www.jedipedia.de

(1996) Eskimo Day (TV) <> James
(1994) Mute Witness (as Mystery Guest Star) <> The Reaper
(1993) A Foreign Field <> Amos
(1992) Tales from Hollywood (TV) <> Heinrich Mann
(1991) Kafka <> The Chief Clerk
(1988) A Handful of Dust <> Mr. Todd
(1988) Little Dorrit <> William Dorrit
(1987) "Great Performances" <> Father Quixote
(1984) A Passage to India <> Professor Godbole
(1984) Edwin (TV) <> Sir Fennimore Truscott
(1983) Star Wars: Episode VI - Return of the Jedi <> Ben 'Obi-Wan' Kenobi
(1983) Lovesick <> Sigmund Freud
(1982) Smiley's People (6 episodes) <> George Smiley
(1980) Little Lord Fauntleroy <> Earl of Dorincourt
(1980) Raise the Titanic <> John Bigalow
(1983) Star Wars: Episode V - The Empire strikes back <> Ben 'Obi-Wan' Kenobi
(1979) Tinker, Tailor, Soldier, Spy (7 episodes) <> George Smiley
(1977) Star Wars <> Ben 'Obi-Wan' Kenobi
(1976) Murder by Death <> Bensonmum
(1976) Hallmark Hall of Fame <> Julius Caesar
(1974) The Gift of Friendship (TV)
(1973) Hitler: The Last Ten Days <> Adolf Hitler
(1972) Fratello sole, sorella luna <> Pope Innocent III
(1970) Scrooge <> Jacob Marley's Ghost
(1970) Cromwell <> King Charles I
(1970) E.E. Cummings (TV)
(1969) "ITV Saturday Night Theatre" <> Malvolio
(1967) The Comedians <> Major H. O. Jones
(1966) The Quiller Memorandum <> Pol
(1966) Hotel Paradiso <> Benedict Boniface
(1965) Doctor Zhivago <> Gen. Yevgraf Zhivago
(1965) Situation Hopeless... But Not Serious <> Wilhelm Frick
(1964) The Fall of the Roman Empire <> Marcus Aurelius
(1962) Lawrence of Arabia <> Prince Feisal
(1962) H.M.S. Defiant <> Captain Crawford
(1961) A Majority of One <> Koichi Asano
(1960) Tunes of Glory <> Maj. Jock Sinclair
(1959) Startime <> Jebal Deeks
(1959) The Wicked Scheme of Jebal Deeks (TV)
(1959) The Scapegoat <> John Barratt/Jacques De Gue
(1959) Our Man in Havana <> Jim Wormold
(1958) The Horse's Mouth <> Gulley Jimson
(1957) Barnacle Bill <> Captain William Horatio Ambrose
(1957) The Bridge on the River Kwai <> Col. Nicholson
(1956) The Swan <> Prince Albert
(1955) The Ladykillers <> Professor Marcus
(1955) Baker's Dozen (TV)
(1955) The Prisoner <> The Cardinal
(1955) To Paris with Love <> Col. Sir Edgar Fraser/td>
(1954) Father Brown <> Father Brown
(1953) Malta Story <> Flight Lt. Peter Ross
(1953) The Captain's Paradise <> Capt. Henry St. James
(1953) The Square Mile (voice) <> Narrator
(1952) The Card <> Edward Henry 'Denry' Machin
(1951) The Man in the White Suit <> Sidney Stratton
(1951) The Lavender Hill Mob <> Henry Holland
(1950) The Mudlark <> Benjamin Disraeli
(1950) Last Holiday <> George Bird
(1949) A Run for Your Money <> Whimple
(1949) Kind Hearts and Coronets <> The Duke/The Banker/The Parson/The General/The Admiral/Young Ascoyne/Young Henry/Lady Agatha
(1948) Oliver Twist Fagin <> Fagin
(1946) Great Expectations <> Herbert Pocket
(1934) Evensong (uncredited) <> Extra (W.W.I. soldier in concert audience)

Quelle: imdb.com