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Der schwarze Kämpfer

von Darth Sharion

Qui-Gon und Obi-Wan waren am Ende ihrer Mission angelangt. Eigentlich mussten sie nur noch zusehen, wie sie von Bespin wieder nach Coruscant kämen. Deshalb befanden sie sich in einem Hangar und wie so oft mussten sie gegen mit Blastern bewaffneten Wachen kämpfen. Immer mehr stürmten hinein. Obi-Wan wurde umzingelt. Er sprang über einen der Wachmänner hinweg und befreite sich so aus der tödlichen Falle. Doch während seines Sprunges wurde er an der Schulter von einem Blasterschuss getroffen. Jemand, der einen schwarzen Kampfanzug trug, wurde von einem Wachtrupp in den Hangar verfolgt. Auch er schien von Bespin runter zu wollen. Und er kämpfte ziemlich gut - und mit einem blutroten Lichtschwert! Unweigerlich kämpften sie nun gemeinsam gegen die feindlichen Wachen, die immer weniger wurden. Er wandte sich zu den beiden Jedis:
>>Gleich werden hier sicherlich noch mehr Wachen auftauchen. Wenn ihr hier unbedingt runter wollt, folgt mir doch in mein Schiff!<<
Dabei grinste er und ging schon mal vor. Qui-Gon und Obi-Wan sahen sich kurz an. Ihnen gefiel es nicht, diesem Menschen vertrauen zu müssen. Denn da er kein Jedi war, musste er ein dark Jedi oder sogar ein Sith sein. Sie folgten ihm zu seinem Outrider.
>>Nehmt Platz! Wir werden sogleich starten.<<
Der Outrider war von der ursprünglichen Einrichtung verändert worden. So hatte jeder einen Platz im Cockpit. Die kräftigen Triebwerke erlaubten einen raschen Start. Schnell hatten sie die Atmosphäre verlassen.
>>Wo soll es denn hingehen? - Lasst mich raten - vielleicht nach Coruscant?<<
Immer mehr hatte Qui-Gon den Verdacht, dass sie in eine Falle geraten wären. Das ganze war doch mehr als nur ein Zufall! Obi-Wan riss sich zusammen. Er wollte nicht zeigen, wie schwer es ihn erwischt hatte. Die Schmerzen ertrug Obi-Wan mit der Macht. Aber er fühlte sich sehr schwach. Er schwitzte und rang damit, sein Bewusstsein nicht zu verlieren. Er war unfähig zu kämpfen und durfte Qui-Gon nicht der Gefahr aussetzen, gegen diesen dark Jedi, oder was auch immer, kämpfen zu müssen. Qui-Gon spürte es in der Macht. Sein Padawan war schwer verwundet! Und bis nach Coruscant, oder wo immer sie hinkämen, dauerte es noch ziemlich lange. Damit es Obi-Wan bis dahin ohne medizinische Versorgung aushalten konnte, musste er ihn in seiner Macht stärken. Doch das würde ihr Gegenüber zweifelsfrei bemerken. Und dann wüsste er, dass es nicht mehr zwei zu eins stünde.
>>Ich werde euch beide sicher nicht nach Coruscant bringen. Ich bin sicher, ihr versteht meine Einwände. Also entscheidet euch mal so langsam, damit ich die Koordinaten eingeben kann!<<
Qui-Gon überlegte kurz. Es war schwer diesen jungen Menschen einschätzen zu können. Er war jedenfalls mit der dunklen Seite verbündet. Trotzdem versuchte Qui-Gon es. Er wollte ihn überreden doch Kurs auf Coruscant zu nehmen. Es stand einfach zu viel auf dem Spiel. Sicher hätten sie auch jeden anderen Planeten anfliegen können, aber auf Coruscant war es sicherer.
>>Könnt ihr uns vielleicht nicht doch nach Coruscant bringen? Wir haben sehr wichtige Informationen, die wir nur persönlich übermitteln können. Und wir hängen in unserem Zeitplan sowieso schon hinterher. Oder habt ihr Angst, die Jedis könnten euch verhaften?<< >>Ich glaube euch nicht! Selbst ihr Jedis seit in Besitz von spionagesicheren Kommunikationswegen.<<
Die schwarze Gestalt schaute Qui-Gon fest ins Gesicht. Dieser Versuch ist also fehlgeschlagen. Er musste sich was neues einfallen lassen. Plötzlich wechselte der Blick auf Obi-Wan. Er mußte ihn von Obi-Wan ablenken, bevor er seinen Zustand bemerkte. >>Schwitzt dein Padawan immer so?<<
Er sah wieder zu Qui-Gon.
>>Ja, er war eine längere Zeit auf Hoth versetzt worden. Sein Körper ist einfach noch nicht akklimatisiert.<<
Qui-Gon wusste selber, dass diese Ausrede mehr als fadenscheinig wirken musste. Er machte sich innerlich schon mal bereit, gleich sein Lichtschwert gebrauchen zu müssen. >>Ich glaube euch nicht, Jedi!<<
Das Comlink der dunklen Gestalt piepste auf.
>>Eine Nachricht von meinem Mentor.<<
Er übertrug die Daten auf seinen Boardcomputer. In Hologrammform erschien eine verhüllte, schwarze Gestalt.
>>Mein Schüler, du musst vorsichtig sein. Auf Bespin befinden sich zwei Jedis. Sie sind gefährlich und ein großes Kopfgeld wurde auf die beiden ausgesetzt. Ich weiß, dass du dir gerne etwas dazu verdienst. Wenn du sie jagen möchtest, dann gib mir Bescheid. Ich werde dich dann unterstützen.<<
>>Interessant.<<
Der Blick schweifte wieder auf Obi-Wan. Seine Augen wollten immer wieder zufallen. Er war am Ende seiner Kräfte.
>>Was habt ihr?<< fragte er Obi-Wan direkt. Obi-Wan versuchte, sich in seiner Antwort nichts anmerken zu lassen.
>>Nichts. Mir geht es gut. Es ist, wie mein Meister es dir erklärt hatte.<<
Skeptisch ging die dunkle Gestalt auf Obi-Wan zu. Er sah ihn sich an. Und die Einschussstelle an Obi-Wans Schulter konnte er kaum übersehen. Besorgt verfolgte Qui-Gon das Geschehen. Mit Obi-Wan als Geisel, wären sie ein leichter Fang. Qui-Gons besorgter Blick blieb von der Person nicht unbemerkt. Er drehte sich zum Schaltpult und gab irgendwelche Koordinaten ein. Qui-Gon befürchtete, dass sie nun direkt zu seinem Meister fliegen würden.
>>Wohin fliegt ihr und nun?<<
Qui-Gon wollte im Moment nur, dass es Obi-Wan wieder besser ginge. Wenn sie sowieso schon aufgeflogen waren, konnte er sich jetzt wenigstens um Obi-Wan kümmern. Er verstärkte ihn in seiner Macht und beugte sich zu seinem Padawan.
>>Mach dir keine Sorgen. Hier kommen wir schon irgendwie wieder raus.<< sagte er sanft zu Obi-Wan.
>>Wir fliegen nach Coruscant!<< sagte der dunkle Kämpfer, der bereits neben ihm stand. Besorgt betrachtete er Obi-Wans Wunde. Er nahm sich eine Lederkette ab, die er um den Hals trug. An der hing ein kleines Fläschchen und mit etwas aus seinem Inhalt, beträufelte der junge Mann Obi-Wans Verletzung. Qui-Gon war über diese unerwartete Hilfeleistung erstaunt.
>>Ich werde jetzt eure Macht mitunterstützen.<< Obi-Wan riß die Augenbraunen hoch. Auch wenn es nett gemeint war. Aber er wollte nicht die dunkle Macht durch sich hindurchfließen lassen.
>>Keine Angst. Ich versuche so hell wie möglich zu gehen. Ich hoffe, es wird dir nicht zu dunkel.<<
Die Stimme klang nun sanft und besorgt. Beide Jedis waren darüber erstaunt. Die dunkle Person ließ die Macht fließen. Obi-Wan zuckte kurz zusammen. Erschrocken hörte der junge Mann sofort auf.
>>Hab ich was falsch gemacht? War das zu dunkel? - Tut mir leid, dass ich das nicht heller schaffe. Aber lass die Macht dich besser erstmal stärken und anfangen deine Wunde zu heilen. Danach kannst du dich ja immer noch reinigen oder so. Jetzt ist es vor allem wichtig, dass es dir wieder besser geht. Bis Coruscant ist es noch ein ziemliches Stück.<< Obi-Wan lächelte und auch Qui-Gon musste schmunzeln. An was für einen komischen Kauz sind sie denn da geraten?
>>Nein, alles in Ordnung. Du hast es nur ein Stück zu vorsichtig gemacht. Darauf war ich nicht vorbereitet. Deswegen wurde mir die Macht schon fast zu hell.<< Der Kerl schnaubte erleichtert aus.
>>Na dann werde ich das mal für den Flug über stabilisieren. Aber du musst unbedingt auch was essen, um wieder zu Kräften zu kommen.<<
Qui-Gon und Obi-Wan sahen einander kurz an. Er holte jede Menge zu essen und trinken. >>Ich weiß ja nicht, was ihr so mögt. Da habe ich alles genommen. Lasst es euch schmecken.<<
Die beiden griffen zu, denn sie hatten schon einen langen Tag hinter sich. Vergnügt beobachteten sie ihn weiter. Er verschwand kurzzeitig und kam dann wieder. >>Ich habe euch die Liegen dahinten fertiggemacht. Wenn ihr noch was brauchen solltet, sagt einfach Bescheid.<<
>>Bist du ein dark Jedi oder ein Sith?<< begann Qui-Gon.
>>Ich bin ein Sith. Wieso?<<
>>Wir haben bis jetzt noch keinen Sith erlebt, der so hilfsbereit ist. Wie bist du zu den Sith gekommen?<<
>>Na ja. Das ging so ähnlich, wie bei euch Jedis. Ich bin als Kind dorthingekommen.<<
>>Hattest du nie Zweifel?<<
Qui-Gon war jetzt an diesen jungen Mann interessiert. Und auch Obi-Wan hörte gespannt zu.
>>Wie meinst du das?<<
>>Hatte dein Meister nie etwas von dir verlangt, was du nicht tun wolltest?<<
>>Ich habe einen Mentor. - Keinen Meister. - Das wollte ich nicht. Er wollte mich zwar als seinen Apprentice aufnehemen, doch ich konnte ihn nicht als meinen Meister akzeptieren. Dementsprechend angespannt ist auch unser Verhältnis. Er hat mir schon so vieles aufgetragen, was ich nicht ausführen wollte. Meistens habe ich es irgendwie gedreht, dass es niemand rausbekam und es danach aussah, als hätte ich den Auftrag ausgeführt. Doch oh wehe, wenn was ans Tageslicht kam! Ich wurde schon öfters wegen so was bestraft.<<
Der Sith lächelte.
>>Wir danken dir dafür, dass du uns nach Coruscant begleitest und für deine Gastfreundschaft ,die du uns gibst.<< meinte Qui-Gon.
>>Wie heißt du eigentlich?<< fragte Obi-Wan neugierig.
>>Darth Morgan.<<
In den drei Tagen, die sie nach Coruscant benötigten, entwickelte sich eine freundschaftliche Beziehung. Dann standen sie in einem Hangar des Jedi-Tempels.
>>Tja - ab hier trennen sich dann wohl unsere Wege.<<
>>Begleite uns doch. Und wir versprechen dir freies Geleit, als unser Gast.<< wollte Obi-Wan Darth Morgan noch überreden. Und auch Qui-Gon stimmte nickend zu.
>>Na gut. Aber nur ganz kurz, um dich auf die Medistation zu bringen. Dann bin ich wieder weg.<<
Die drei machten sich auf zur Medistation ,wo Obi-Wan behandelt wurde. Meister Yoda, Mace Windu und die anderen Jediratmitglieder wussten darüber schon längst Bescheid, da Qui-Gon sie heimlich über sein Comlink informiert hatte. Als Darth Morgan sich gerade verdrücken wollte, kam eine Jedi-Eskorte auf ihn zu. Er sah Qui-Gon fragend an und ging ohne Widerstand zu leisten, mit der Eskorte mit. - Und die brachte ihn vor dem Jedi-Rat.
>>Wir dich schon erwartet haben.<< begann Yoda. In Darth Morgan stellte er viel Unbehagen fest.
>>Wir dich verstehen sehr gut.<<
>>Wäre einer von uns in einem Sith-Tempel, würde er sich auch nicht gerade Wohl fühlen.<< machte Mace Windu weiter. Sie testeten ihn, ob er machtsensitiv war. Denn die Sith achteten nicht so sehr darauf, ob einer begabt war oder nicht. Darth Morgan war es. Sie stellten ihm viele Fragen, um seinen Charakter zu prüfen. Und waren sich am Ende sicher: Er würde gut zum Jedi-Orden passen. Und er wurde gefragt, ob er das wolle. Darth Morgan drehte sich Qui-Gon und dann wieder zurück.
>>Aber ich bin mit der dunklen Seite der Macht verbunden, nicht mit der hellen. Und außerdem bin ich doch viel zu alt, um aufgenommen zu werden.<<
>>Wo die dunkle Seite der Macht fließt, wird einst die helle fließen. Und wegen deinem Alter mach dir keine Sorgen. Schließlich bist du kein Anfänger. Du müsstest nur etwas umlernen.<< erklärte Mace Windu ihm.
>>Dann würde ich niemals mehr zu den Siths gehören. Würdet ihr mich denn aufnehmen?<<
>>Wir können nichts entdecken, was dagegensprechen würde.<<
Darth Morgan sah lächelnd zu Qui-Gon und bemerkte das Obi-Wan neben seinen Meister stand.
Die beiden lächelten ermutigend zurück. Er wandte sich zu den Rat:
>>Es wäre mir eine große Ehre.<<
Darth Morgan fand einen Meister und verstand sich auch weiterhin mit Qui-Gon und Obi-Wan recht gut.

Ende