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Gesichter der Vergangenheit

von Obi-Fan-Nobi

Unruhig wälzte sich der 13jährige Obi-Wan Kenobi in seinem Bett hin und her. Seine derzeitige Unterkunft bestand aus einem Wohnraum, einer gemütlichen kleinen Küche und zwei getrennten Schlafabteilungen. Eine davon bewohnte Obi-Wans Meister Qui-Gon Jinn. Obwohl der junge Anwärter einen anstrengenden Tag hinter sich hatte und vor ein paar Stunden schon in schlafenden Zustand ins Bett glitt, wurde er von Albträumen geplagt. Wieder und wieder tauchten Bilder vor seinen geschlossenen Lidern auf. Die gebildeten Schweißperlen auf seiner Stirn rollten langsam und andächtig über sein Gesicht hinab zum Hals. Mit einem leisen Aufschrei erwachte der Padawan schließlich. Rund um ihn war es stockdunkel. Benommen und Schlaftrunken rappelte er sich auf, streifte seine Tunika über und verließ seine Unterkunft. An den vertrauten Wänden entlang tastend schritt er in den Wohnbereich den er sich mit Qui-Gon teilte. "Du bist also wach. Ich habe mir bereits Sorgen um dich gemacht Padawan." Eine sanfte Stimme kam aus der Ecke. Obwohl sie wohlklingend und etwas Väterliches an sich hatte, zuckte Obi-Wan zusammen. "Verzeiht Meister dass icheuch nicht bemerkte, ich habe nicht damit gerechnet dass ihr wach seid." "Gerechnet?" kam es aus der dunkeln Ecke des Raumes. Obi-Wan wünschte sich nichts sehnlicher, als das sein Meister endlich aus dem Schatten hervortreten würde, dieser jedoch blieb verhüllt. "Hab ich dir denn nichts gelehrt? Müdigkeit ist keine Entschuldigung für Mangel an Konzentration. Du musst dich zu jeder Tages- und Nachtzeit auf das Hier und Jetzt einstellen. Deine Wahrnehmungskraft benötigt keine Ruhe, also gönne sie ihr nicht." Mit einem seufzen beendete Qui-Gon den Satz und trat aus dem Schatten näher an Obi-Wan heran. Obwohl es dunkel war, erkannte Obi-Wan Qui-Gons Gesicht. Es spiegelte sich sowohl Müdigkeit als auch eine geringe Spur von Enttäuschung wieder, doch da war noch etwas. Etwas, was Obi-Wan fast noch nie bei seinen Meister sah. Sorge, Mitgefühl. Das volle Verständnis. "Du hast heute Nacht wieder schlecht geträumt?" Der Padawan war erstaunt die Worte zu hören. Hatte Qui-Gon seine Schlafstörungen etwa bemerkt? Schließlich ballte der junge Jedi die Hände zu Fäusten. Wie konnte er nur so naiv sein. Er hätte Qui-Gon spüren müssen. Noch einmal ließ er die Macht durch seinen Körper strömen. Alles was er zu spüren bekam war die absolute Leere. Obi-Wan ballte seine Fäuste, jemand griff nach seinen zitternden Händen. "Versuche nicht mit Gewalt die Macht zum Gehorsam zu zwingen.Merke dir, dass sie überall ist. Bringe deine Gedanken und Befürchtung zum Schweigen." Angestrengt lauschte er seines Meisters Worte. Nun fühlte er, wie die Macht ihn durchströmte. Seine Ängste verflogen und sein Körper entkrampfte sich. Dann schaute er in die Augen eines lächelnden Jedi-Meisters. "Gut gemacht Padawan. Nun erzähl mir,was dich schon Nächte lang quält." Obi-Wan erstarrte. Ihm war als ob ihm jemand den Hals zugeschnürt hätte. Noch nie zuvor hatte Qui-Gon so was von ihm verlangt. Schon öfter wurde er von Albträumen geplagt oder hatte Probleme, doch noch nie hatte Qui-Gon ihm so deutlich sein Verständnis angeboten. Qui-Gon setzte sich seinem sichtlich nervösen Schüler gegenüber. Er gab ihm Zeit, sich ein zweites Mal zu fassen bevor der junge Jedi mit leiser Stimme begann, den ständig wiederholenden Albtraum zu erzählen. "Mein Traum, er fängt im Nichts an. Ich meine ich sehe einen Ort, aber keine direkte Zeit. Ich…" Qui-Gon hob die Hand. "Erzähle mir deinen Traum nicht wie ein leidender Mensch Obi-Wan. Erzähl ihn mir so, als ob ein Freund ihn dir anvertraut hätte." Obi-Wan atmete tief durch, fühlte die Macht und begann noch einmal. "Jede Nacht sehe ich in meinen Träumen das absolut Böse. Es bläst wie ein kalter Wind durch den Tempel. Man kann sie nicht sehen man sieht immer nur das angerichtete Chaos. Ich sehe euch wie ihr mit der Faust gegen die Wand schlägt. Kochend vor Wut undReue. Ich erkenne nicht warum. Dann sehe ich mich selbst und dann…." Obi-Wan hielt kurz inne, um zu prüfen ob Qui-Gon ihn mit Blicken tadelte, doch dem war nicht so. Sein Meister wirkte gefasst und vollkommen konzentriert. "Bitte, fahr fort Padawan." Obi-Wan senkte den Kopf. "Dann sehe ich einen vernichteten Tempel. Ihr kniet neben einen Leichnam, dessen Körper verhüllt ist. Die Trauer prägte euer Gesicht, dann … wache ich auf," endete er schließlich. Aus den Augenwinkeln sah er, wie Qui-Gon nachdenklich den Kopf hob und zur Decke starrte. Es schien, als würde er um Worte kämpfen. "Ich kenne das Gefühl unter dem du leidest. Vielleicht ist dir aufgefallen, dass ich in letzter Zeit sehr oft meditiere. Das kommt davon, dass ich dasselbe sehe, was du gerade geschildert hast. Nun bin ich zu einem Entschluss gekommen. Dein Albtraum war eine Vision. Soviel steht fest." "Meister,"unterbrach in Obi-Wan. "Verzeiht, aber es ist unmöglich dass ich eine Vision hatte. Nur Ritter können sie wahrnehmen." Qui-Gon stand auf und wandte seinem Padawan den Rücken zu. "Nein Padawan, es wird den Schülern im Tempel so gelehrt, damit sie sich besser auf die Gegenwart konzentrieren können. Hätten sie eine Vision, wären sie von der Zukunft abgelenkt und nicht im Stande sich vollkommen auf das Hier und Jetzt zu beschränken." Qui-Gon bemerkte, dass Obi-Wan neben ihn trat und ihn sorgsam musterte. Nun wandte er sich direkt seinen Padawan zu. "Visionen von Schülern, sind selten aber nicht unmöglich." Der Morgen graute bereits und Qui-Gon verließ ihre Unterkunft um mit Yoda zu sprechen. Wie üblich saß der kleine Meister meditierend auf einer Bank im Saal der "Tausend" Quellen. Qui-Gon bemerkte, dass der Zeitpunkt schlecht gewählt war und so wandte er ich zum Gehen um. "Meister Qui-Gon? Dringend mit mir reden du musst, ich fühle." Qui-Gon konnte sich ein Lächeln nicht verkneifen, als er sich umdrehte und den kleinen Meister ruhig auf der Bank sitzen sah. Er verneigte sich würdevoll. "Mit Verlaub mein Meister," Yoda bat ihm die leere Bankhälfte an. Dankend nahm Qui-Gon platz. "Nicht oft man dich so sieht Qui-Gon. Zurückgezogen und nachdenklich du mir scheinen tust." Qui-Gon nickte bedeutungsschwer. "Ich bin gekommen um bei euch um Rat zu bitten, Meister." Yoda klang vergnügt. "Oh, eine Bitte ich dir nicht verwehren kann und dennoch, selten es ist, dass du mich um Rat aufsuchst. Womit kann ich dir helfen." "Es geht um Obi-Wan, mein Meister. Vielleicht habt ihr den Konflikt in ihm bereits gespürt. Etwas Dunkles nähert sich dem Tempel. Wie mein Padawan es in seinen Träumen sieht, so sehe ich es in meinen Meditationen." Yoda schloss die Augen. "Ja, innerlich zerrissen der junge Kenobi er ist. Äußerlich helfen ihm kann man nicht. Dennoch ich großeGefahr spüre." Qui-Gon erstarrte innerlich zu Eis. Yoda wandte sich ihm zu. "Jedoch große Bedenken ich habe. Deine kurz aufflammende Angst von innen kam. Wie auch der Schmerz deines Schülers von innen kommt. Kommt auch die Bedrohung die ichfühle von innen." "Meister, wollt ihr sagen, dass der Tempel die Bedrohung darstellt?" Qui-Gon hatte mit vielen Erklärungen gerechnet, doch über diese musste er erstmals nachdenken. Gedankenverloren bemerkte er nicht wie Yoda sich aufrichtete und die Augen für eine neue Meditation schloss. Obi-Wans Meister wandte sich um. Als er den kleinen Meister wieder in dem Zustand der Meditation vorfand hielt er abermals inne. Bevor er zu Wort kam, ertönte Yodas leise Stimme. "Ich deine Frage erkennenkann, Meister Qui-Gon. Mein Rat dies ist. Behalte deinen Padawan im Auge. Wenn eure Visionen zutreffen, auch meine dann Wirklichkeit werden wird. Er dann ist der größten Gefahr ausgesetzt. Leicht zu verführen er noch ist. Noch nicht alle Sinne inihm sind geschärft. Überwachen ihn du sollst, an dunkeln Seite du ihn nicht verlierendarfst." Yoda spürte wie Qui-Gon erstarrte. "Habt Dank für eure Hilfe, Meister." Allein diese Worte kamen tonlos aus Qui-Gon heraus. Frustriert über diesen bitteren Rat wandte er sich zum Gehen um. Er hatte noch einen weiteren Hinweis von dem kleinen Meister erwartet, doch dieser blieb stumm.

Als Qui-Gon ihre Unterkunft betrat, bemerkte er tiefe Schwingungen in der Macht. Vorsichtig näherte er sich Obi-Wans Schlafzimmer. Der Junge saß im Schneidersitz auf seinem Bett und meditierte. Er, Qui-Gon, spürte wie die Ruhe in den Jungen zurückkehrte. Leise verließ er das Zimmer wieder und setzte sich an den Küchentisch. Nachdenklich nippte er an seinen Tee. Der Jedi-Meister fragte sich, ob noch andere Meister im Tempel diese Vision hatten, oder die beiden, abgesehen von Meister Yoda, die einzigen waren. Es kam nicht oft vor, dass Qui-Gon beim Denken Kopfschmerzen bekam. Warum ergab das ganze keinen Sinn? Warum hatte er Probleme damit, Yodas Worte zu verstehen? In diesem Moment schritt Obi-Wan in die Küche und setzte sich zu Qui-Gon. Er fühlte die Ruhe, die der Junge ausstrahlte, als der Meister ihm einen Tee eingoss und zu ihm schob. Der Padawan nahm einen kleinen Schluck und schaute dann Qui-Gon an. "Habt ihr Meiser Yoda aufgesucht?" Qui-Gon nippte abermals an seinen Tee und nickte dann. "Ja Padawan. Ich dachte das Gespräch würde anders verlaufen. Aber auch Meister Yoda wurde in seinen Meditationenvon dem Dunkeln was wir sahen gewarnt." Qui-Gon sah aus den Augenwinkeln, wie Obi-Wan den Atem anhielt. "Meister Yoda ist sich ziemlich sicher, dass die Gefahr, die auch du in deinem Traum gesehen hast Padawan, von innen herauskommt." Qui-Gon hatte erwartet, das die Unruhe seines Schülers wieder die Oberhand gewinnen würde, doch er täuschte sich. Obi-Wan war über diese Neuigkeit bestürzt, aber behielt seine Ruhe. "Was werdet ihr nun unternehmen, Meister?" Der Meister erhob sich. "Ich? Alleine überhaupt nichts. Auch wenn es der Rat nichtwünscht, dass du mir in so einer Angelegenheit hilfst, benötige ich deine Hilfedurchaus." Auch Obi-Wan war nun aufgestanden. "Wie darf ich das verstehen Meister?" Qui-Gon legte ihm eine Hand auf seine Schulter. "Der Rat hat noch nichts erlaubt, und ich glaube das wird er auch nicht. Nun sind wir auf uns gestellt. Bleib in meiner Nähe Padawan, dann geschieht dir nichts." Qui-Gon, gefolgt von Obi-Wan, schritt in die Bibliothek. "Was hofft ihr zu finden Meister?" Qui-Gon antwortete nicht, sondern ging nur noch schneller. Obi-Wan trabte bereits neben ihn her, um mit seinem Meister Schritt zu halten. Er war so in Gedanken vertieft, dass er nicht merkte wie Obi-Wan stehen blieb. "Meister!", ein Ruf von Obi-Wan riss ihn aus seinen Gedanken. Er bemerkte, dass der Junge von seiner Seite verschwunden war. Kalte Panik stieg in ihm hoch, als er den Gang, den er gekommen war, zurückjoggte. Erleichterung überkam ihn, als er sah, dass sein Schüler auf die Wand des Tempels starrte. "Was ist passiert Padawan?" Der Junge antwortete nicht, sondern zeigte gebannt mit dem Finger auf die Mauer. Auch Qui-Gon zuckte innerlich zusammen. Direkt über ihnen stand mit blutroten Buchstaben geschrieben. < Ihr könnt nicht gewinnen, ihr armseligen Narren. Ich werde mein Ziel erreichen. Seid euch dessen bewusst. Niemals werdet ihr mich finden. > Qui-Gon seufzte. "Wir werden den Rat kontaktierenmüssen, Padawan. Die Situation gerät sonst außer Kontrolle." Im Laufschritt stiegen sie in einen der Turbo-Lifte und eilten in die Ratskammer. Qui-Gon war überrascht nur drei der zwölf Meister vorzufinden, wo die Lage doch ziemlich kritisch war. Er verbarg seine Verwunderung und stellte sich mit Obi-Wan in die Mitte des Mosaikreises. Der dunkelhäutige Mace Windu lehnte sich zurück und schaute Qui-Gon an. "Ihr habt unsunter dringenden Umständen aufgesucht Meister Qui-Gon." Obi-Wan spürte wie die Blicke der Meister Yoda, Adi Gallia und Mace Windu auch ihn durchbohrten. Er bedachte dies nicht, sondern konzentrierte sich auf das Gespräch, dass Qui-Gon gerade begann. "Der Tempel wird von Unruhen erschüttert, meine Meister. Tagelang sehe ich Visionen in meiner Meditation, wie mein Schüler sie in seinen Träumen sieht. Aufden Weg zueuch, fiel meinem Padawan eine Nachricht auf. Sie war mit Blut oder ähnlichen an unsere Tempelmauer geschrieben." Nun wandte sich Mace Windu an Obi-Wan. "Padawan Kenobi. Erzähle uns was du dort gelesen hast." Der junge Jedi hatte noch nie zuvor im Rat etwas ausgesagt und nun wendeten sich drei Paar Augen zu ihm. Qui-Gon wollte vortreten und für Obi-Wan das Wort ergreifen, als er spürte wie sein Schüler zusammen zuckte. Doch Yoda hob die Hand. "Wir deinen Padawan befragten. Alt genug er ist selbst zu antworten." Adi zwinkerte Obi-Wan zu. Dieser holte tief Luft und begann. "Als ich meinen Meister begleitete, kam mir etwas seltsam vor. Ich wandte den Kopf zu meiner linken und dann sah ich die Botschaft." Yoda schaute ihn durchdringen an. "Hm, entsetzt du warst ich fühle in der dir." Qui-Gons Schüler nickte. "Ja mein Meister." Adi richtete sich unbemerkt auf. "Was hast du dort gesehen?" "Eine Schrift, Meisterin.Sie hieß: Ihr könnt nicht gewinnen, ihr armseligen Narren. Ich werde mein Ziel erreichen. Seid euch dessen bewusst. Niemals werdet ihr mich finden." Als Obi-Wan endete, kehrte Stille ein. Niemand sprach ein Wort. Der Padawan schob seine Hände in die weiten Ärmel seines Umhanges, um seine Nervosität zu verbergen. Qui-Gon trat vor. "Mein Schüler hat Recht. Auch ich habe diese Nachricht gelesen." Mace wandte sich ihm nun direkt zu. "Qui-Gon, du musst verstehen das wir dir gern glaubenwürden. Doch niemand von uns nimmt die Erschütterung von der ihr spracht wahr.Auch wurde keine Nachricht gefunden, die dem gleicht was ihr gesehen habt." Yoda legte seine Hände auf die Knie. "Schwer zu erkennen die dunkle Seite sie ist." Adi wandte sich in freundlichen Ton an das verwirrte Jedi-Team. "Die Audienz ist hiermit beendet. Meister Qui-Gon, ich würde euch vorschlagen euch noch einmal von eurer Vision zu überzeugen. Vielleicht stellt es sich als Konzentrationsmangel heraus." Qui-Gon wie auch Obi-Wan verneigten sich und verließen den Ratssaal. Kaum hatte sich die Türe geschlossen sprintete Obi-Wan los. Weg vom Rat, weg von Qui-Gon. Er glaubte nicht was Meister Windu sagte. Wie konnte dies möglich sein. Vor der beschriebenen Wand bremste er ab. Seine Knie gaben nach und er sankt zu Boden. Die Botschaft war verschwunden. Alles war wie zuvor. Eine Hand legte sich auf seine Schulter. "Hab vertrauen Padawan, du hastgesehen, was du gesehen hast. Jetzt liegt es an uns, dem Spuck ein Ende zu machen.""Aber Meister, ihr sagtet doch, Yoda hätte ebenfalls eine Vision. Jetzt scheint es so, als ob er nichts mehr wüsste." Qui-Gon zog Obi-Wan hoch und wartete bis sein Schüler ihn ansah. "Auchmir ist dies nicht entgangen. Lass uns jetzt alles noch einmal wiederholen, damit wir uns ein genaueres Bild machen können."

In ihrer Unterkunft saßen sie sich im Wohnbereich gegenüber und wälzten nochmals alles durch.

Alles begann mit Visionen. Bald darauf entdecken sie eine Botschaft die wieder verschwand. Keiner im Rat weiß über irgendetwas Bescheid. Selbst Yoda wirkte eigenartig.

"Meister", begann Obi-Wan zaghaft. "Was wenn der- oder diejenige es nur auf uns abgesehen haben. Nehmen wir an, es wäre so. Es ist nicht gerade leicht, aber machbar, dass man die Sinne des Rats vernebelt. Ein weiterer Grund, warum der Rat uns keinen Glauben schenkt." "Möglich ist alles Padawan. Meine Bedenken bestätigen deine Vermutungen. Dennoch zeigt es uns nur, dass wir hier niemanden vertrauen können." Obi-Wan nickte langsam. Plötzlich begann sein Puls schneller zu werden. Ihm war als ob ihn jemand würgte. Hitze und Kälte wechselten sich ab. Zuckend glitt er zu Boden. Dann sah er was. Verschleiert und ganz ihn Nebel verhüllt. Die Wand. Jemand kritzelte die Botschaft darauf. Dieser jemand trug eine Robe. Sein Gesicht war in der Kapuze verhüllt. Dieser jemand drehte sich zu ihm und warf die Kapuze zurück. Die Erkenntnis wen er sah, war wie ein kalter Faustschlag ins Gesicht. Eine Stimme drang in sein Ohr. "Padawan! Padawan wach auf. Komm zu dir!!!" Es war die Stimme seines Mentors. Mit einem Schlag kehrte die Realität zurück. Langsam musterte er die Umgebung. Der Wohnraum war höher als sonst, oder kam es davon, dass er ausgestreckt auf dem Rücken lag. Erst jetzt bemerkte er Qui-Gon, der sich besorgt über ihn beugte. "Allesin Ordnung Padawan?" Obi-Wan setzte sich auf. Ihm war leicht schwindelig und sein Kopf schmerzte. "Ich denke schon." Sagte er kurz angebunden. Qui-Gon musterte ihn zögernd. "Wirklich? Verstehe bitte meine Besorgnis. Schließlich passiert es nicht jeden Tag, dass du dich windend und zuckend zu Boden wirfst. Noch ein paar unverständliche Worte röchelst und dann die Besinnung verlierst." Obi-Wan massierte seine Schläfen. "Wie bitte, ich war bewusstlos?" Sein Meister schaute in besorgt an und Obi-Wan erinnerte sich. "Nein Meister, dass ist nicht korrekt. Ich sah den Jemand, der dieWand beschmierte." Qui-Gon horchte auf. "Und wer war es?" Eine Pause entstand bevor Obi-Wan das Gesicht zu einer gequälten Grimasse zog. "Ich, Meister."
Es wurde kühl in ihrer Unterkunft. Es war Abend geworden. Stunden waren bereits vergangen, wo sie kein Wort mehr mit einander gewechselt hatten. Die Stille wurde dem jungen Jedi unheimlich. Das Schweigen zwischen ihnen erdrückte ihn. "Meister", begann er vorsichtig. Qui-Gon bedachte ihn jedoch nicht und schaute weiter aus dem Fenster. Obi-Wan raffte seine Robe um sich und dachte nach. Qui-Gons nachdenkliche Stimme erfüllte den stillen Raum. "Auch wenn ich abwesend bin Padawan, so höre ich dir immer zu. Deine verwirrten Gedanken verraten dich. Wenn das die Antwort auf deine Frage sein könnte, so höre zu. Ich glaube nicht, dass du es gewesen bist. Wie könntest du. Unsere Vermutung hat sich nun bestätigt. Jemand kontrolliert unsere Gedanken hier und gibt uns Erinnerungen, dieniemals passierten." Obi-Wan spürte die Erleichterung. Qui-Gon war von seiner Unschuld überzeugt. All die Spannung die seinen Körper belastet hatten, wichen nun von ihm. "Ich danke für euerVertrauen in mich Meister." Qui-Gon setzte sich nun Obi-Wan wieder gegenüber. "Dennoch sorge ich mich um dich Padawan. Es ist kein gutes Zeichen, wenn dieserJemand, auch schon in der Lage ist, deine Gedanken zu kontrollieren." Obi-Wan hasste es getadelt zu werden, er fühlte sich dann jung und unbeholfen, wie ein Schüler des Tempels. Missmutig senkte er den Kopf. "Padawan", sagte Qui-Gon in einem strengen Tonfall. "Ich will, dass du hier bleibst, für den Fall, dass ich dich brauche." Er hielt seinem Schüler das Comlink unter die Nase. Obi-Wan wollte etwas sagen, widersprechen, doch Qui-Gon schnitt ihm das Wort ab. "Hast du mich verstanden, Padawan?" Schließlich nickte der junge Jedi. Qui-Gon ließ ein leises Aufatmen vernehmen. "Ichwill dich keiner Gefahr aussetzen, Obi-Wan." "Aber Meister, ein Schüler die Gefahrannimmt, wenn der Meister den Schüler annimmt." "Das mag schon so sein Obi-Wan. Dennoch steht meine Entscheidung fest. Ich kann und werde dich keinergrößeren Gefahr aussetzen, als du schon bist." Der Padawan nickte bedrückt und Qui-Gon verließ das Zimmer. Ein verwirrter Obi-Wan stand wie angewurzelt im Wohnraum. Warum fiel es ihm so schwer die Entscheidung seines Meisters zu akzeptieren? Ein Kratzen drang an sein linkes Ohr. Sein Kopf begann abermals zu schmerzen. Seine Wahrnehmungskraft war gedämpft gewesen, so hatte er die kalte Böe, die ihm die Macht mitteilte nicht wahrgenommen. Instinktiv wanderte seine rechte Hand zu dem Griff seines Lichtschwertes. Dann überkam ihn die kalte Wahrheit. Qui-Gon hatte ihn absichtlich hier zurückgelassen. Wusste er von der drohenden Gefahr, oder hatte auch er sie nicht wahrgenommen. Hatte der Jemand ebenfalls von seinem Meister Besitz ergriffen? Was wenn es ein Hinterhalt war? Oder hatte Qui-Gon genug von seinem Schüler? All die Fragen ereilten Obi-Wan in Sekundenschnelle. Die warnenden Wellen der Macht wurden größer und stärker. Endlich erkannte der junge Anwärter den Umriss einer Gestalt, der sich verdoppelte.

Qui-Gon war zum Saal der "Tausend" Quellen zurückgekehrt. Der Ort wo ihn zum Ersten Mal eine Vision einholte. Er war sich sicher, dass die Bedrohung von hier ausging. Abermals beugte er sich über die klaren Quellen, die über Leitungen weiter zum See flossen. Der Seeraum war riesengroß. Er war quadratisch und hatte eine Seitenlänge von 30 Meter. Auch die Höhe mit 10 Meter war beachtlich. Eine wunderschöne Glaskuppel krönte die Decke. Rund um den See blühten verschiedene Pflanzen. Kleine Wasserfälle ergossen sich in den See. Der ganze Raum war naturgetreu nachgebaut und bepflanzt worden.

Obi-Wan rann ein kalter Schauer über den Rücken. Er aktivierte sein Lichtschwert, bereit zum Kampf. "Du Narr!" lachte eine bekannte Stimme. Der Padawan runzelte die Stirn. "Bruck?!" Der Junge war in Obi-Wans Alter und hatte lange weiße Haare, die zu einem Pferdeschwanz gebunden waren. Die zweite Gestalt löste sich aus dem Schatten. Obi-Wan hätte beinahe sein Lichtschwert gesengt. Es war Qui-Gons früherer Padawan, Xanatos. "Siehst du Obi-Wan, vor dem habe ich dich immer gewarnt." Die Worte zischten direkt aus Xanatos Munde. "Wieso vertraust du Qui-Gon noch immer? Er will sich einen Jedi-Meister nennen und spürt nicht einmal die drohende Gefahr. Er lässt seinen Schüler eiskalt in der Falle sitzen. Oder war es eine geplante Absicht?" Obi-Wan spürte den Zorn in sich. Nein! Dieser Verräter durfte nicht erreichen dass er ihn, Obi-Wan, gegen Qui-Gon aufhetzte. Dennoch kam Xanatos dem Anwärter immer näher. "Komm schon Kenobi, wir sind deine Freunde. Ich habe mich von Qui-Gon getrennt, da ich seine abgründigen Spielchen durchschaute. Ich will nicht, dass du auch so leiden musst wie ich es einst leiden musste. Folge uns und wir führen dich ans Ziel." Obi-Wan hörte die verlockenden Worte wie in Trance. Obwohl Xanatos Worte Zweifel in der Beziehung zu Qui-Gon geweckt hatten, umfasste er den Griff seines Lichtschwerts fester. "Lüge! Qui-Gon würde mich nie verraten." Bruck ersticke fast vor Lachen. "Du Nar. Jinnschwor sich, nie mehr einen Padawan anzunehmen. Warum solltest du eine Ausnahme sein? Er nahm dich an, weil der Rat dies wünschte." Obi-Wan schnitt Bruck mitten im Satz ab. "Er akzeptierte mich, weil ich bereit war für ihn zu sterben." Brucks Lächeln gefror und eine Grimasse bedeckte sein Gesicht. "Was hätte er tun sollen, dein großer Meister. Er hätte eine goldene Faustregel der Jedi brechen müssen, wenn er dich noch immer hätte abgewiesen. Schwur oder nicht, er musste es tun. Und jetzt hat er die einfachste Lösung gewählt und dich in der Falle, die wir alle drei planten, sitzen lassen." Obi-Wan versuchte nicht zusammen zu zucken, doch es war unmöglich. Wut und Enttäuschung übermannten ihn. Xanatos, wie auch Bruck, zogen ihre Lichtschwerter. Bruck deckte seines Begleiters Flanke. "Gib auf", hauchte Xanatos. "Gegen zwei kommst du nicht an. Oder willst dusterben?" Obi-Wan gefiel der Gedanke nicht, aber da dämmerte am Rande seiner Erinnerung, ein weiser Spruch seines Meisters. "Der Zweifel ist dein größter Feind Padawan,und er trägt viele Entscheidungen mit sich. Aber eines darfst du nie vergessen. Aufgeben gehört zu den schwierigsten, aber manchmal zu den besten Entscheidungen." Wieso wiederholte er Qui-Gons Weisheiten, wo dieser ihn doch verraten hatte. Eines wusste Obi-Wan. Er würde dem Jedi-Orden treu bleiben, aber Qui-Gon Jinn vergessen. Entschlossen deaktivierte er sein Lichtschwert und warf es vor Bruck und Xanatos Füßen. Unbewaffnet kniete er sich auf den Boden und hob die Hände. Sein Kopf war geneigt und seine Augen geschlossen. Ein schmerzender Stich im Genick ließ ihn zu Boden gleiten. Obwohl der junge Jedi seine Augen geschlossen hielt, überkam ihn das beißende Gefühl der Ohnmacht. Er würde nicht nachgeben. Nur er wusste, dass er noch bei Bewusstsein war und er würde es nicht verlieren. Xanatos Stimme war äußerst zufrieden. "Gib mir das Messer!", forderte er Bruck auf. "Und verwüste dieUnterkunft." Dann schnitt er Obi-Wan tief in den Arm. Der Padawan durfte sich nicht verkrampfen, da sonst die Deckung auffiel. So akzeptierte er den Schmerz und ließ ihn zu. Geschickt fing Xanatos das Blut auf und reichte es Bruck. "Schreib was nettesfür Qui-Gon." Bruck grinste und kritzelte Obi-Wans Blut auf das Blatt Papier.

Qui-Gon schritt auf und ab, dabei sah er immer wieder in die Brunnen. Eine Welle der Macht durchströmte ihn. Sein Blick wurde glasig. Nun sah er die Vision noch einmal genauer. Mit Gewalt riss er sich in die Gegenwart zurück. "Obi-Wan!", keuchte Qui-Gon und rannte los. Die Macht die der Junge normalerweise ausstrahlte war verschwunden. Er stürzte zu ihrer Unterkunft und riss die Türe auf. Dem Jedi-Meister stockte der Atem. Mit weichen Knien durchschritt er das Zimmer. Obwohl der Wohnraum verwüstet war, deutete nichts auf einen Kampf hin. Qui-Gon bückte sich, er hatte Bluttropfen gefunden. Gleich darauf sah er die hinterlassene Nachricht. Die mit derselben Farbe geschrieben war. Der große Jedi musste sich während des Lesens, an die Wand lehnen. Schmerz überkam ihn. Seine Knie gaben nach und seine Augen wurden glasig. Die pure Wut überwältigte ihn. Mit der Faust drosch er auf die Wand. Nur seinetwegen war Obi-Wan in Gefahr. Plötzlich hielt Qui-Gon inne. Er betrachtet die Faust, die gegen die Wand schlug. Die Vision kam wieder hoch. Er hatte es zugelassen, dass diese Vision wahr wurde. Bis jetzt war alles eingetroffen. Das Chaos. Seltsame Botschaften und verwirrte Ratsmitglieder.
Der Schmerz. Obi-Wans Entführung. Reue und Wut in sich selbst.
Jetzt blieb nur noch die Trauer. Der eingewickelte Leichnam. Er sah sich selbst, er fühlte die Trauer. Der Atem stockte ihm, als er zu der Erkenntnis kam, dass der Leichnam Obi-Wan sein könnte.

Mühsam öffnete Obi-Wan die Augen. Hatten ihn der Schmerz und die Benommenheit doch noch eingeholt? Hatte er tatsächlich die Besinnung verloren? Langsam wurde sein Denken schneller. Sein Arm brannte wie Feuer. Er verdrängte Schmerz und Müdigkeit um sich auf die derzeitige Situation gefasst zu machen. Dem jungen Jedi wurde schnell klar, dass ihn seine Entführer gefesselt hatten. Obwohl sein Kopf zu zerbersten drohte, erkannte er klar und deutlich Bruck und Xanatos vor ihm. Xanatos spöttelte. "Sie an, sie a. Der Padawan erlangt das Bewusstsein wieder. Du musst keine Angst haben, Obi-Wan. Bruck wird bei dir bleiben, denn ich habe nocheine Rechnung zu begleichen." Xanatos packte Obi-Wan am Kinn. "Pfoten weg,Schleimsack", zischte Obi-Wan. "Mach dir klar, dass du hier nicht lebend rauskommst, Xanatos." Xanatos erhob sich zu voller Größe. "Bruck, du kennst den Plan. Falls etwas schief geht, melde ich mich sofort." Dann hockte er sich noch einmal zu Obi-Wan und starrte in dessen Gesicht. "Dann ist es vorbei mit dem jungen, talentierten Jedi."

Langsam erhob Qui-Gon sich, seine Knie zitterten bei jeder Bewegung. Der große Jedi, wankte aus ihrer Unterkunft. Zum zweiten Mal in seinem Leben verlor der Meister einen Schüler. Qui-Gon saß still im Sternenkartenraum. Dieser Raum war in ein besonders Licht getaucht. Leicht dämmrig und von Planeten schwach erleuchtet. Er konnte sich nicht konzentrieren. Seine Gedanken schweiften immer wieder ab. "Ah, ich großen Schmerz fühle in dir, Meister Qui-Gon." Erstaunt wandte sich der Jedi um. Es war Meister Yoda. Erneute Erinnerung überkam Qui-Gon. Noch gerade vor einen Tag hatte er Obi-Wan getadelt, seine Wahrnehmung immer aufrecht zu erhalten. Jetzt wusste er, warum der Junge so abwesend gewesen war. Sein Schüler war nicht minder in Gedanken vertieft gewesen; Er setze zu einer Erklärung an, doch Yoda fuhr im ins Wort, was sehr ungewöhnlich für den kleinen Meister war. "Meister Qui-Gon, schreckliche Dinge passierten. Der Rat, getäuscht er wurde. Dunkle Vergangenheit ich fühle in unseren Tempel. Unsere Sinne, vernebeltwurden, vergessen sich hatte die Vision. Voller Reue ich nun bin." Qui-Gon kniete sich vor Yoda, um ihn in die Augen sehen zu können. "Will das heißen, der Ratschenkt uns Glauben?" Yoda nickte. "Meister Qui-Gon, ich fühle großen Schmerz indir. Ich dir helfen kann?" Qui-Gon zögerte, überreichte jedoch Yoda die Nachricht. Der kleine Meister blinzelte. "Es nicht deine Schuld ist, Qui-Gon.Ihn beschützen du wolltest. Unser aller Sinne benebeltsie waren."
"Dennoch mein Meister, er würde von einer großen Bedrohung entführt. Ich sehe es nicht gern, wenn mein Schüler, als Geisel gehalten wird, nur um mich zukontrollieren." Yoda stütze sich auf seinen Stock. "Recht du hast, Qui-Gon. Dennochdie Drohung, wie die Vision nicht vergessen du darfst. Dein Schüler, dem Tod geweihter ist." Qui-Gon schaute Yoda an. "Meister, ihr wisst was, ihr habt gesehen werder Leichnam ist, oder?" "Gesehen ich habe, Meister Qui-Gon." Der große Jedi sah ihn vorwurfsvoll an. "Sagt esmir Meister." Yoda wandte sich ab und kehrte Qui-Gon den Rücken zu. "Das Ende der Vision. Du gebeugt über eine Leiche. Verstört vor Schmerz und Trauer du bist, als du mit der Hand über das Gesicht des Opfers streichst." Yoda wandte sich um. "Für dich dein Padawan, sterben er wird." Qui-Gon warf sich nach vor. "NeinMeister, ihr müsst euch irren." Der kleine Meister schloss die Augen. "Die Zukunft immer in Bewegung sie ist normal. Heute ich sehe ein klares Bild. Das Ende der Vision, wahr werden es wird."

Obi-Wan war mit Bruck alleine in der verfallenen Wohnung. "Sag mir Bruck", begann Obi-Wan. "Wie ist es euch gelungen die Sinne der Meister zu manipulieren?" Bruck grinste ihn an. "Ich wollte schon lange Rache an den Meistern üben. Vor allem an Qui-Gon Jinn." Obi-Wans Stimme war unbeeindruckt. "Weil er sich für mich undnicht für dich entschieden hatte?" Brucks Augen funkelten. "Nein, weil Qui-Gon dich wie einen Sohn liebte." Der Padawan versuchte seine Verwunderung zu vertuschen und Brucks Stimme wurde noch schneidender. "Mir war klar, dass ich Qui-Gons Vertrauen nie so gewinnen würde wie du, nicht einmal nach dem du die Jedi verlassen hattest." Obi-Wan bemerkte Brucks wütenden Blick. "So sorgten Xanatos und ich einfach, für eine kleine Erschütterung in der Macht. Alle konzentrierten sich auf etwas anders und schoben das aktuelle Problem beiseite." Obi-Wan schaute Bruck entgeistert an. Es war so einfach gewesen. Wieso war er nicht früher darauf gekommen. Die kleinste Erschütterung hatte gereicht, um von der Großen abzulenken.

Qui-Gon erhob sich. "Nein mein Meister. Obi-Wan wird leben." Yoda ging zur Tür. "Hoffen tun ich das auch." Die Minuten verstrichen und Qui-Gon rührte sich noch immer nicht. Der kleine Meister irrte sich nie. Was, wenn er Recht hatte? Wenn er Obi-Wan auf diese Weise verlieren würde, würde er es sich nie verzeihen. Der Jedi-Meister wusste nicht, wie viel Zeit verstrichen war, als er nachdenklich den Raum verließ. Es war beinahe Mitternacht, als Qui-Gon auf die Landeplattform über dem Tempel trat. Mit leerem Blick schaute er in die Ferne. Eine spöttische Stimme erklang hinter ihm. Es war Xanatos. "Was hat denn der Meister? Ihn drückt doch nicht dasschlechte Gewissen, oder etwa die Angst." Qui-Gon bedachte ihn mit einem Kopfnicken. "Wer hätte gedacht, dass mich doch noch die Ehre einholt und mir meinen Abschaumschickt." Xanatos rührte sich nicht, stattdessen wurde seine Stimme immer spitzer. "Ihr wart noch nie schlagfertig Qui-Gon. Wie fühlt man sich eigentlich so, wenn man zum Zweiten Mal einen Padawan verliert. Wo ihr ihn doch so gern hattet. Den jungen Obi-Wan." Qui-Gon spürte den aufflammenden Zorn in sich. "Hast duwirklich gedacht, dass du so einfach davonkommst. Obi-Wan wird dir entkommen, so wie er jedem entkommt." Xanatos grinste. Dabei funkelten seine dunkelblauen Augen bedrohlicher als je zuvor. "Das glaube ich nicht. Ich kennt doch sicher noch Bruck Chun. Da ihn niemand erwählte, tat es ich. Ein außerordentliches Talent. Obi-Wan hatte euch einst verlassen. Voller Energie kämpfte er, Bruck, um euer Einverständnis. Wie gekränkt er doch war, als er bemerkte, dass er euer Vertrauen nichtgewinnen kann, weil ihr immer Obi-Wan vertraut habt." Qui-Gon griff nach seinem Lichtschwert. "Ich habe nicht aufgehört ihm zu vertrauen, auch wenn es äußerlich damals so aussah, als ob ich wieder alleine wäre, habe ich Obi-Wan als meinenPadawan nie aufgegeben." Xanatos Gesichtszüge erstarrten. Er griff nach seinem Comlink. Qui-Gon hörte, wie Bruck antwortete. Eine Pause entstand. Xanatos sah ihn an. Er lächelte. Sein Blick versprühte Freude, als er sagte: "Töte die Geisel." Zorn, der blanke Hass, übermannte Qui-Gon. Blind vor Wut, drosch er auf Xanatos ein. Dieser parierte ausgeglichen und blockte Qui-Gons tödlichen Hieb, mit Leichtigkeit ab.

Bruck grinste und näherte sich Obi-Wan bedrohlich. Summend erwachte Brucks rotes Lichtschwert zum Leben. "Wenn du Qui-Gon da oben triffst, grüße ihn von mir." Die Klinge kam senkrecht auf Obi-Wan zu. Der junge Jedi, schloss die Augen. Brucks Zorn hatte ihn noch nie besiegt. Er nahm die Macht um sich wahr, filterte die letzten Sekunden die ihm noch blieben sorgfältig. Nun spürte er das Glühen des Lichtschwerts ganz nahe. Geschick rollte er sich zur Seite. Dem Anwärter war klar, dass er keine Chance hatte, seinem Rivalen zu entkommen. Bruck war im Besitz eines Lichtschwertes und bereit zu töten. Die Stricke schnitten sich tiefer in seine Haut und ließen ihn aufstöhnen. Sein Arm war mittlerweile taub geworden. Bruck stand über ihm. Instinktiv, wusste Obi-Wan, dass ihn niemand mehr retten könnte. Nun war er auf sich gestellt. Das Ende seiner ständig wiederholenden Albträume, nun erfüllte es sich Vollendens.

Qui-Gon und Xanatos trieben den Kampf bis zur Erschöpfung. Der Jedi bearbeitete seinen ehemaligen Schüler mit Schwerthieben und trieb ihn beinahe an den Rand der Plattform. Ehe es sich Qui-Gon versah, erschien ein weiters Lichtschwert in Xanatos Hand. "Ich hab schon einmal sehr gut mit dem Schwert eures Padawan gekämpft.Erinnert ihr euch?" Qui-Gon musste sich doppelt in Acht nehmen. Xanatos hatte nicht aufgehört zu lernen. Schweiß tropfte dem großen Jedi von der Stirn in seine Tunika. Die Macht sagte ihm, dass eine zweite Person erschienen war. Auch diese Person trug ein Lichtschwert. Es war Bruck. Xanatos drängte Qui-Gon zurück. Bruck stellte sich an Xanatos Seite und zischte Qui-Gon zu. "Obi-Wan hat versprochen, auf euch zu warten." Qui-Gons Attacken wurden noch heftiger und wilder, doch er begann zu ermüden. Es war nicht einfach gegen zwei Gegner mit drei Lichtschwerter zu kämpfen. Immer öfter musste er seine Deckung aufgeben um einen weiteren Schlag abzuwehren.

Der Boden war hart, ihm war kalt, er zitterte. Wie konnte dies sein, wo er doch angeblich getötet wurde. Der junge Jedi öffnete die Augen. Bruck war verschwunden. Seine Schulter brannte wie Feuer. Gedämpfte Freude holte ihn ein. Bruck hatte nur sein Schulterblatt durchbohrt und wahrscheinlich sein Schlüsselbein gestreift. Er sah sich um. Überall auf dem Boden lagen Splitter herum, die er vorher noch nicht wahrgenommen hatte, da er sich auf die Gefahr, die ihm drohte, konzentrierte. Alte Marmorsplitter wiesen auf einen einst schönen Salon hin. Schnell hatte er einen der schärferen Splitter ertastet und begann die Stricke durchzuschneiden.

Qui-Gon wurde müder. Lange konnte er nicht mehr durchhalten. Rückwärts stolpernd fiel er auf den Boden. Sein Lichtschwert entglitt seinen schweißnassen Händen. Xanatos grinste triumphierend und Bruck ließ ihm den Vortritt. Brucks Lächeln gefror aber, als er sah, wie Qui-Gons Lichtschwert sich bewegte und in die ausgestreckte Hand von Obi-Wan flog. Der Jedi-Meister konnte sich ein Lächeln nicht verwehren. Sein Padawan lebte. Tiefster Stolz durchdrang ihn. Bruck sah Obi-Wan finster an. "Nein Xanatos! Er gehört mir. Du hast mehr Glück als Verstand Kenobi!" Obi-Wan streifte seinen Mantel ab und näherte sich Bruck. Qui-Gon bedachte die blutgetränkte Tunika seines Padawans im Schulterbereich sorgvoll. Obi-Wan jedoch schien sich nicht auf seinen Schmerz zu konzentrieren. "Wohl kaum. Vergiss nicht, dass dies dein zweiter Versuch ist mich zu töten." Qui-Gon spürte den Schmerz seines Schülers und die Erschöpfung, die auf ihn lastete. Er schloss die Augen. Da war noch etwas, was er zuvor noch nie in Obi-Wan fühlte. Es war die Ungewissheit in ihrer Meister-Padawan Beziehung, aber sein Schüler bedachte beides nicht. Er war konzentriert auf das, was jetzt kam. Er bemerkte Xanatos, wie er das Paar umkreiste. Yodas Worte drangen an den Rand seines Bewusstseins. <"Für dich dein Padawan sterben erwird."> Geschickt schlug Qui-Gon ihm Obi-Wans Lichtschwert aus der Hand. Nun trieb Qui-Gon Xanatos auf der Plattform vor sich her. Weg von Obi-Wan. Nun war sich Qui-Gon sicher, dass er die Vision ändern könnte. Für ihn war Xanatos die Bedrohung. Ein kurzer schmerzhafter Aufschrei ertönte von hinten. Die Kämpfer waren an den Rand der Plattform gekommen und gestürzt. Die Lichtschwerter lagen greifbar neben ihnen. Als sich Qui-Gon wieder zu Xanatos umdrehte, war dieser verschwunden. Das Geräusch eines Speeder-Bikes war deutlich unterhalb der Plattform zu hören.
Obi-Wan lag auf dem Rücken. Brucks Hände drückten auf seinen Hals. Mit letzter Kraft, die der Padawan aufbringen konnte, stieß er Bruck von sich. Dieser wankte am Rand der Landeplattform und kämpfte um sein Gleichgewicht. Obi-Wan erhob sich. Aus den Augenwinkeln sah der Anwärter, wie Qui-Gon lossprintete. Zu spät merkte er die drohende Gefahr. Bruck umklammerte seinen Hals und zog ihn mit sich in die Tiefe. Die ersten Sekunden glaubte Obi-Wan, den Wind pfeifen zu hören. Dann wurde ihm bewusst, dass dies nicht der Wind war. Es war Qui-Gon, der ein verzweifeltes "Nein!!!" hervor schrie. Blitzschnell griff er nach dem Karbonseil an seinem Gürtel und schoss es zurück in Richtung Plattform. Nun hingen sie 5 Meter unterhalb der Plattform. Wieder war der Motor des Speeder-Bikes zu hören. Es war Xanatos. Bruck der sich energisch an Obi-Wan klammerte, grinste und ließ sich auf den Rücksitz gleiten. Qui-Gon atmete auf. Nun war Obi-Wan in der Lage sich hochzuziehen. Der Jedi-Meister erstarrte jedoch gleich, als er sah, dass Xanatos sein Lichtschwert zog und das Karbonseil, das seinen Padawan garantierte 30 Meter über dem Tempel hielt, zerschnitt. Qui-Gon wäre beinahe ebenfalls über den Rand der Landeplattform gefallen. "NEEEIIINNN!!!!!" Er konnte nichts tun. Hilflos musste er mit ansehen wie sein Schüler durch die Glaskuppel des Seeraumes krachte. Der See hatte eine gewisse Tiefe, jedoch würde alleine der Aufprall aus mehr als 30 Meter niemand überleben. Nicht einmal ein Jedi. Qui-Gon hechtete zum Seeraum los. Er schwitze vor Anstrengung bei dem Gedanken, dass Meister Yoda Recht hatte und die Vision so enden würde, wie er sie sah. Seine Gefühle erdrückten ihn, als er die Flügeltüren zu Seeraum aufstieß. Geschockt bremste er ab. Er sah den kleinen Meister am Ufer stehen zerknirscht vor Trauer und Reue. Neben ihm lag ein junger Jedi. Kein Muskel rührte sich. Auch die Macht schien in dem Jungen erloschen zu sein. Qui-Gons Schritte wurden schneller. Er kniete sich neben Obi-Wan und drehte ihn vorsichtig auf den Rücken. Seine Haut war bleich und kalt. Seine Augen waren geschlossen. Yoda sah ihn an. "Den Sturz nicht rechtzeitig bremsen ich konnte. An Land ihn gebracht,mithilfe der Macht ich habe." Qui-Gon hörte die Worte kaum. Er drückte nur seinen Padawan fest an sich und strich über dessen Gesicht. Yoda setzte Zu gehen an, doch Qui-Gon sprach ihn unter Tränen an."Die Vision Meister." Yoda blieb stehen. "Wahr geworden sie ist, " Yoda wandte sich zu Qui-Gon um. "Noch nicht. Stark der junge Kenobi in der Macht er ist, dennoch, nicht gerettet er ist. Schwach sein Körper, erschöpft sein Geist und stummdie Macht in ihm. Eine geringe Chance er hat." Yoda ging. Qui-Gon nahm Obi-Wan in die Arme und lenkte seine Schritte in Richtung des Med-Center.
2 Wochen später. Qui-Gon hatte viel Zeit im Med-Center verbracht. Tage und Nächte. An diesen Tag wurden es 2 Wochen. Der Junge, den er hierher brachte hing noch immer an Schläuchen und Monitoren und schlief. Vor drei Tagen hatte er den Krankensaal verlassen. Nun saß er meditierend im Seeraum. An der Stelle, wo Obi-Wan einst lag. Bittere Traurigkeit hatte jede Zelle, jeden Muskel von ihm ergriffen. Ein paar Schüler des Tempels schwammen im See. Jedoch keiner belästigte Qui-Gon mit Fragen oder wagte sich in seine Nähe. Alle respektierten den Wunsch des Meisters, alleine zu sein. Qui-Gon nahm kaum wahr, dass sich der Seeraum leerte und Yoda herein schritt. Vor Qui-Gon blieb er stehen und stützte sich auf seinen Stock. "Ich sehe, du noch immer inGedanken vertieft bist. Niemals du dir dies verzeihen wirst, ich denke." Qui-Gon öffnete die Augen. "Verzeiht meine Respektlosigkeit, Meister. Es gibt nichts, was ich mir verzeihen könnte. Meinetwegen ist Obi-Wan tot." Yodas schläfrige Augen richteten sich auf den aufgewühlten Meister. "Ist er das? Ich nicht der Meinung bin Meister Qui-Gon. Gesehen das Ende der Vision ich habe, aber nicht gleich das Ende einesLebens es ist." Qui-Gon schaute Yoda mit hochgezogenen Augenbrauen an. Der kleine Meister ging. Nie hatte er Probleme damit Yodas Worte zu verstehen. Er sagte doch selbst, dass die Vision wahr werden würde. Qui-Gon musste abermals an seinen Padawan denken. Der lerneifrige, wissbegierige Junge, der ihn immer beeindrucken wollte, wie er noch Schüler des Tempels war. Der Padawan, der ihn begleitete. Der ihn unterstützte wo er nur konnte. Xanatos Worte drangen erneut in sein Gedächtnis. >"Na, Qui-Gon wie fühlt man sich, wenn man zum zweiten Mal in seinem Leben einen Schüler verliert."> Obi-Wan, der zu ihm stieß, als er unbewaffnet vor Xanatos und Bruck auf dem Rücken lag. Der trotz einer schweren Verletzung den Kampf zur Wende brachte. Warum musste es so kommen? Seit 1 ½ Wochen lag der Junge im Koma. Als er vor drei Tagen das Med-Center verließ, um zu meditieren und nachzudenken, hatte keiner der Heiler eine Hoffnung für den Padawan. Qui-Gon schritt nun die Tempelgänge entlang. Er befühlte sein Lichtschwert. Prüfend zog er die Waffe. Der große Jedi stutzte. Er hielt seines Padawans Waffe in den Händen. Eine eisblaue Klinge erwachte summend zum Leben. In all der Verwirrung hatte er sein eigenes Schwert und Obi-Wans Robe auf der Plattform gelassen. Seine Beine waren schwer wie Blei, als er auf die Plattform trat. Er senkte den Kopf, er wollte nicht in die Ferne sehen. Die ganze Gegend war in ein schönes Abendrot getaucht. Qui-Gon wollte sich bücken und die Robe aufheben, die Obi-Wan einst hier abstreifte. Verwundernd blickte er zu Boden. Der Umhang war verschwunden. "Sucht ihr was Bestimmtes?" kam eine bekannte Stimme von oben auf ihn herab. Qui-Gon hielt kurz inne und vernahm die Worte. Langsam erhob er sich und musterte die Person von den Füssen weg. Qui-Gon musste einmal mehr tief einatmen um den angenehmen Schock zu überwinden und um festzustellen, dass es sich nicht um eine weitere Vision handelte. Obi-Wan Kenobi stand vor ihm und schaute ihm grimmig ins Gesicht. "Hier, eure Waffe," sagte er tonlos und ging. "Padawan warte!" Hastig griff er ihm auf die gesunde Schulter. Obi-Wan wirbelte so heftig herum, dass Qui-Gon unweigerlich zusammenzuckte. "Was wollt ihr von mir?!" Die Stimme des jungen Jedi war beißend und hart. "Was ist mir dir geschehen? Obi-Wan, was hastdu?" fragte Qui-Gon streng und umklammerte ihn noch fester. Der Anwärter befreite sich aus der Umklammerung und befahl Qui-Gon mit einem geschickten Schlag zurück. Obi-Wans Bewegungen waren nicht wie vorher kraftvoll sondern eher schwach. Qui-Gon erlaubte seinem Körper die Rückwärtsbewegung um Überraschtheit vorzutäuschen. Mit voller Energie trieb er seinen, noch schwachen, Schüler vor sich her. Er brachte Obi-Wan zum Stolpern und anschließend zum Sturz. Der große Jedi kniete sich zu ihm und packte ihn am Kragen seiner Tunika und schrie ihm mitten ins Gesicht. "Was soll das Obi-Wan! Was hab ich dir getan, was! Wenn du Xanatos Worte glauben geschenkt hast, dann bist du ein Narr! Das ist es, was er wollte! Nun hat er eserreicht! Das ist nicht fair von dir, wo ich doch jeden Tag und jede Nacht 1 ½ Wochen lang, nicht von deiner Seite wich. Wie ich im Seeraum deinen leblosen Körper in den Armen hielt und vor Meister Yoda zu weinen begann, wie ein kleines Kind! Das habeich nicht verdient!!!" Obi-Wan sah ihn mit einer Grimasse an. "Ihr habt mich der Gefahr ausgeliefert, obwohl ihr eswusstet. Ihr habt mich verraten."
Dies war für Qui-Gon zuviel. Wo ist der Junge den er kannte? Unüberlegt und kochend vor Wut, gab er ihm eine schallende Ohrfeige. Obi-Wan hielt sich die schmerzende Backe und schaute Qui-Gon entsetzt und verängstigt an. Sein Meister stand auf. "Merkedir, wenn ich jemanden verraten habe, dann hab ich mich selbst verraten, weil ich dich der Gefahr aussetzte. Sag mir eines Obi-Wan. Weshalb bist du zu mir gekommenund hast mein Leben gerettet, wo ich dich doch verraten habe. Antworte!!!" Der junge Jedi zuckte zusammen. Sein Meister schien alle Sorgen und Aggressionen abzubauen. Der Padawan saß noch immer auf den Boden und sah verängstigt zu Qui-Gon hoch. Dieser hockte sich wieder zu seinen Schüler. "Es tut mir so leid. Kannst du mir verzeihen, Obi-Wan?" Sein Padawan biss sich auf die Lippen, um nicht seinen brennenden Augen nachzugeben. Sein Hals war wie zugeschnürt, als er ein steifes Nicken vernehmen ließ. Qui-Gons Mine war verflogen. Erleichtert umarmte er Obi-Wan. Der Junge drückte seine schmerzende Wange gegen Qui-Gons Schulter. Der Jedi-Meister fuhr ihm sanft durchs Haar. "Estut mir leid. Es tut mir alles so leid, Junge. Bitte vergib mir meine aufbrausende Wut.Ich hatte mich nicht mehr unter Kontrolle." Leise murmelnde Worte drangen an sein Ohr. "Mir tut es Leid, Meister. Ich hätte es besser wissen müssen. Ich bin nur froh,dass nun alles vorbei ist." Als sie sich wieder losließen, trat Yoda zu ihnen. "Unbemerkt erscheinen ichwollte. Dennoch, du stolz auf deinen Schüler du sein kannst." Qui-Gon schaute ihn an. "Meister,ihr sagtet doch, dass ihr den Sturz nicht bremsen konntet, aber dennoch habt ihr meinemSchüler geholfen." Yoda legte die Ohren zurück. "Dir man nichts vormachenkann, ichsehe. Die Wahrheit du wissen sollst, Qui-Gon. Geholfen deinem Schüler ich habe. Wiedererweckt ich ihn habe." Qui-Gon runzelte die Stirn. "Aber derSturz?" Der große Jedi sah von Yoda zu Obi-Wan und wieder zurück. Yodas Augen wurden groß. "Ah, du mir nicht zuhörst Qui-Gon. Am Tage vor zwei Wochen, ich sagte zu dir. Die Macht ist stark in deinem Schüler. Gebremst er hat sich selbst. DasKoma, das Zeichen der Erschöpfung es war." Qui-Gon musste grinsen und verneigte sich vor dem kleinen Meister. "Ich danke für eure Geduld und Hilfe." Auch Obi-Wan verneigte sich tief. "Auch ich möchte euch meinen Dank aussprechen, Meister Yoda. Für alleswas ihr für mich getan habt."
"Ah, euren Dank ihr behalten könnt. Ihr vergesst, der Vater des Orden ich bin." Yodas Stimme klang vergnügt. "Meine Schützlingeich mit Rat und Tat beiseite stehen ich muss." Langsam wandte sich Yoda zum Gehen um. Dem jungen Jedi war aufgefallen, wie sehr er das Wort "Tat" betonte und ihn dabei ansah. Qui-Gon legte ihm den Arm um die Schultern. "Du sollst wissen, dass ich sehr stolz auf dich bin." Der Meister lächelte und Obi-Wan sah ihn weiterhin an. "Was ist mit Xanatos?" Qui-Gon schaute auf die untergehende Sonne. "Er wird mich wieder fordern." Obi-Wan folgte seinem Blick. "Doch dann werde ich an eurer Seite sein." Qui-Gon sah den Jungen an. "Daswill ich auch hoffen, Padawan."

Ende