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Was wirklich bei Star Wars los war

von Kristin Loeer

Obi-Wan und Anakin waren erst vor wenigen Stunden auf Coruscant eingetroffen. Der Rat der Jedi hatte die beiden hierher bestellt. Ihr neuer Auftrag bestand darin, Senatorin Amidala vor den Attentätern zu beschützen, die schon mehrmals nur knapp ihr Ziel verfehlt hatten. Amidala war nicht begeistert gewesen als der Kanzler und der Rat ihr diesen zusätzlichen Schutz aufdrängen wollten, doch dann war dieser Name gefallen, der sie hellhörig gemacht hatte: "Dürfte ich Meister Kenobi für diesen Auftrag vorschlagen?", hatte der Kanzler gefragt und Amidala begann sich an alte Zeiten zu erinnern. Vor Jahren hatte sie etwas höchst eigenartiges erlebt. Sie hatte sich unsicher gefühlt in seiner Gegenwart, sie war nervös gewesen, konnte dies kaum verbergen, sie konnte ihn nicht ansehen ohne rot zu werden, konnte nichts zu ihm sagen ohne zu stottern. Der junge, mutige Schüler des Meisters Qui-Gon, Obi-Wan Kenobi?! Sie musste dem Kanzler einfach ihr Einverständnis geben.

Und nun waren Obi-Wan und Anakin auf dem Weg zu Amidala. Anakin war sichtlich nervös.
"Ob sie mich noch wiedererkennt?", fragte er und zupfte seine Jacke zurecht. Obi Wan verdrehte nur die Augen und murmelte leise:
"Halt doch endlich mal deine verdammte Klappe, Miststück." Anakin hörte dies nicht. Er war zu sehr mit seinen Gedanken beschäftigt:
"Ich habe mir oft vorgestellt wie es wäre sie wiederzusehen."
"Vielleicht das eine oder andere mal zu oft, mein junger Padawan", entgegnete der Meister. Er verstand es durchaus Geduld zu üben, doch Anakin raubte ihm den letzten Nerv. Ja, er bereute es schon lange Qui- Gon sein Versprechen gegeben zu haben Anakin auszubilden. Nun konnte er nicht mehr zurück und musste versuchen aus dem miserablen Padawan einen guten Jediritter zu machen. Vor sich selbst gab er zu, dass das ein hoffnungsloses Unterfangen war.
"Hoffentlich ist sie nicht enttäuscht. Sehe ich gut aus?" Obi Wan blieb schlagartig stehen und hielt auch seinen Schüler zurück.
"Mach dir nicht solche unsinnigen Gedanken! Du benimmst dich wie ein Schuljunge, nicht wie ein Jedi. Wir Jedi wollen mit Weiberkram nix zutun haben."
"Tut mir leid, Meister", sagte Anakin mit gesenktem Kopf. Missmutig brummelnd setzte Obi Wan seinen Weg fort. Anakin folgte ihm.

***

Senatorin Amidala erhob sich von ihrem Stuhl als die beiden eintraten. Ihr Blick fiel sofort auf den jungen, bärtigen Jedi. Und sofort waren alles wieder da, schlimmer noch, die Reife, Erfahrung und Weisheit hatten seine Augen mit einem unglaublichen Charme erfüllt und dieser Jedimantel betonte einfach umwerfend seine maskuline Figur.
Als er ihr in die Augen sah und sie begrüßte wurde ihr ganz heiß, doch in diesem Moment schob sich jemand in den Vordergrund, ein Junge. Padmé bemerkte nicht wie der sie ansah und wünschte sich nur, dass er schnell wieder verschwand. Doch dann realisierte sie wer er war:
"Ani?" Er musste es ja sein. Groß war er geworden...
"Du bist groß geworden", und mehr fiel ihr dazu auch nicht ein. Sie spürte Obi-Wans Blicke auf ihrem Körper.
"Du auch", erwiderte Anakin. Obi-Wan stieß ihn möglichst unbemerkt an und flüsterte:
"Halt die Backen, Fleppe." Anakin versuchte sich zu korrigieren:
"Ich meine, für eine Senatorin." Obi-Wan seufzte:
"Oh man..."
Amidala machte nun ihre Sorgen deutlich:
"Ich bin froh, dass ihr hier seid, Meister Kenobi", sie setzten sich, "ich möchte wissen wer mich töten will."
"Nun ja, das ist nicht Bestandteil unseres Auftrags", entgegnete der Jedi, doch Anakin fiel ihm ins Wort:
"Wir werden natürlich den Verantwortlichen ausfindig machen." Obi-Wan schaute seinen Schüler von der Seite an. Was fiel dem nur wieder ein?
Anakin würde noch dran schuld sein, dass er mit vierzig komplett ergraute. Ach was, Anakin würde bestimmt eines Tages Schuld am Untergang der Galaxie sein! Anakin war einfach an allem Schuld! Er benahm sich einfach überall daneben. Obi-Wan verpasste ihm einen Schlag in den Nacken und legte sehr viel Bestimmtheit in seine Stimme, als er ihn ermahnte:
"Red keinen solchen Unsinn, Junge! Wir werden uns nur an unseren Auftrag halten und du wirst deinen Platz noch finden."
Padmé war ums Herz erwärmt. Wie sexy er war wenn er autoritär wurde. Sie atmete tief durch. Das waren ja ganz neue Seiten an Obi-Wan.

***

Nachdem Senatorin Amidala zu Bett gegangen war, blieben die beiden Beschützer im Vorraum um Wache zu halten. Anakin wanderte nervös auf und ab.
"Sie wiederzusehen war berauschend." Obi-Wan knirschte mit den Zähnen ´Was für ein Kindskopf von einem Padawan.`, dachte er. Es war ein Trauerspiel.
"Konzentriere dich auf das Negative, Anakin." Dies war schon mehr eine Phrase von Obi-Wan, denn er rechnete nicht wirklich damit, das Anakin seinen Anweisungen folgen würde. Das tat der ja sowieso nur, wenn Obi-Wan ihn vorher grün und blau geschlagen hatte. Aber dafür hatte er jetzt weder Zeit noch Nerven. Jedoch sah Obi-Wan neue Probleme auf sich zukommen, Anakin war ein respektloser, ungeduldiger Padawan, doch nun schienen auch noch seine Hormone mit ihm durchzugehen. Er überlegte eine Weile, dann sagte er:
"Sie ist Senatorin. Und denen kann man nicht trauen." Anakin sah seinen Meister an als habe der ihn persönlich beleidigt:
"Ihr verallgemeinert!", zischte er. Obi-Wan traute seinen Ohren nicht.
"Würdest du jetzt mal endlich akzeptieren, dass ich der Meister bin und du der Padawan?" Er wandte sich von Anakin ab und schaute zu der Tür, hinter der die Senatorin schlief . Sollte Anakin sich nicht unter Kontrolle bringen müsste er den Jedi Rat informieren, ... oder er müsste Anakin für ein paar Wochen ohne Essen in den Keller des Jedi-Tempels sperren, das hatte ja schon einmal, kurzweilig etwas geholfen . Während er so überlegte spürte er plötzlich etwas. Er warf Anakin einen Blick zu, der spürte es auch.

***

Gemeinsam stürzten sie in das Schlafzimmer der Senatorin.
Noch im Erwachen hörte Padmé das Lichtschwert ganz nah an ihrem Ohr vorbei surren. Sie öffnete erschrocken die Augen und sie sah Obi-Wan mit dem Lichtschwert vor ihrem Bett stehen. Er hatte sie vor den giftigen Würmern gerettet, die nun tot am Boden lagen. Anakin stolperte hervor.
"Ist alles in Ordnung, Padmé?" Padmé war wie erstarrt . Ihr Blick fixierte diesen mächtigen Jedi vor sich. Ihre Brust bebte.
"Anakin! Nimm die Verfolgung auf!", befahl Obi-Wan, doch Anakin stand nur stammelnd da:
"Aber..." "Mach schon!", schrie ObiWan und gab ihm einen festen Stoß, so dass Anakin aus dem Fenster fiel.
Obi-Wan deaktivierte das Laiserschwert. Padmé war noch immer wie verzaubert. War diese so edle, effektive Waffe nicht irgendwie phallisch?
Sie presste die Hand auf die Brust:
"Meister Kenobi, Ihr habt mir das Leben gerettet!"
"Macht euch keine Sorgen. Anakin wird den Täter bald finden", er sah sie einen Moment an, "Ist alles in Ordnung?"
"Ich bin nicht sicher", log die Senatorin. Sie hätte alles getan, damit er nur einen Schritt näher käme. Und er kam näher:
"Seid Ihr verletzt?", fragte er und setzte sich zu ihr.
"Nein ... aber ich fürchte mich." Er war ihr so nah. Sie konnte sich nicht mehr verstellen. Ihre unbekleideten Arme legten sich um ihn. Sie gehorchten ihrem Verstand nicht mehr.
"Beschützt mich, Obi-Wan!", seufzte sie, ihrem Verlangen nachgebend. Der Jedi versuchte sie sanft von sich fern zu halten.
"Senatorin, Ihr seit verwirrt und verängstigt. Ihr müsst euch beruhigen."
"Ich bin nicht mehr in der Lage mich zu beruhigen seit Ihr wieder in mein Leben getreten seit. Mein Herz rast unaufhörlich. Ich werde noch meinen Verstand verlieren, wenn ihr nichts unternehmt!"
"Ich tu was ich kann, um ehrlich zu sein ist es Anakins Schuld. Er ist zu nichts zu gebrauchen, ich muss einfach alles allein machen..."
Sie unterbrach ihn indem sie unter ihrer Decke hervor kroch und ihn küsste.
´Um Himmels Willen! `, dachte er, ´auch das noch. Ich brauche Ferien.`
"Ich brauche euch, Obi-Wan. Erlöst ein kleines Mädchen von ihrer verdammten Jungfräulichkeit, die sie seit zehn Jahren in ihren nächtlichen Träumen nur Euch opfert!"
"Wow", er war überrascht. Zum ersten mal bereute er es ein Jedi geworden zu sein. Er hatte sich doch nur dafür entschieden, weil er sich sicher gewesen war, dass er nie Glück mit den Weibern haben würde. Was für eine dramatische Fehleinschätzung der Sachlage!

***

Er nahm sich zusammen und versuchte die Macht zu benutzen um ihre Hände unter seinen Kleidern nicht zu spüren.
"Ich bin ein Jedi, Senatorin Padmé. Ihr müßt doch wissen, dass dies nicht möglich ist."
"Es müsste doch niemand erfahren", hauchte sie in sein Ohr. Er dachte darüber nach und he! Da fiel ihm etwas ein! Vielleicht wäre "Anakin die Träume zerschlagen" der einzige Weg um ihm zu helfen, und das war ja schließlich die Aufgabe eines Meisters. ...Und außerdem könnte er Anakin damit endlich mal eins auswischen für all die Unannehmlichkeiten die dieser Primitivling ihm eingebrockt hatte.
Also begann er nach diesen weisen Überlegungen *piiiep*.
Man musste ja schließlich spontan umdenken können.
Er sagte:
"*piiiip*." Und sie *piiiiip* ihn *piiiip* und sie *piiiiip* als er *piiiiiiiip * und so weiter.
Doch noch während die beiden in inniger Umarmung beieinander lagen kam Anakin zurück. Mit geschocktem, und schwer gekränktem Gesichtsausdruck stand er in der Tür und sah wie seine geliebte Padmé und sein Meister gerade zum fünften Mal den Höhepunkt ihrer Zusammenkunft erfuhren. Das Laserschwert surrte auf.
"Meister, Ihr seid so ein Kameradenschwein!" Obi-Wan sah sich um und fragte:
"Was ist nun, hast du den Täter gekriegt?"
"Nein, er ist entkommen, aber das ist mir momentan ziemlich egal!" Obi-Wan seufzte:
"Kann er nicht einmal was richtig machen ..." Padme legte beruhigend die Hand auf seine Schulter:
"Er ist eben immer noch der kleine Anni von Tatooine."
"Das bin ich nicht!", schrie Anakin wutentbrannt, "eines Tages werde ich die Welt beherrschen! Ich werde allmächtig sein!"

Ende

Und so kommt es, dass Senatorin Amidala ein Jahr später Zwillinge zur Welt bringt und Anakin Skywalter auf Grund der mangelhaften, pädagogischen Betreuung durch seinen Meister ein moralisches Defizit erleidet und nie lernt, dass Gewalt kein wesentlicher Bestandteil der Kommunikation ist. Somit ist er der ideale Kandidat für die Zwecke des Imperators und er wird zu Darth Vader. Als solcher legt er eine Ganzkörperrüstung an, die auch sein Gesicht verdeckt, da er, provoziert durch traumatische Ereignisse in seine Jugend multiple Phobien erlitten hat.

Aus dem Grund einen Ausschluss aus dem Jedi Orden zu vermeiden leugnet Obi-Wan Kenobi später jegliche Vaterschaft an den Zwillingen und schiebt alles seinem verhassten Ex-Padawan in die Schuhe.

Und die Moral von der Geschicht:
1. Wenn schon unehelichen Sex, dann aber auf keinen Fall mit einem Mann der ein öffentliches Amt bekleidet.
2. Fälschlich verwendete Erziehungsmaßnamen führen zu erheblichen sozialen und psychischen Störungen.
3. Es war also alles Obi-Wans Schuld. Deswegen hat er später auch einiges wieder gut zu machen.

P.S.: an die lieben Leser: Seit nicht böse mit mir! Ich liebe Star Wars genau wie ihr ;)

Wer mir Rückmeldung geben will kann an kristin@giga4u.de schreiben.